Presseberichte und News aus der Masterszene

EMS Masters Cup Wolfgangsee 18. – 20. Juni 2010-06-19 |
| Veröffentlicht von Webmaster (admin) am 21 Jun 2010 |
| Master News >> Euro Master Series |
65 Masters Segler aus 7 Nationen reisten, trotz düsterer Wetterprognosen, nach St. Gilgen am Wolfgangsee. Klar, dass die GER Masters mit 22 Teilnehmern eine der stärksten Gruppen bildeten.
Für den 1. Tag waren noch die besten Bedingungen vorausgesagt. Bis zum Auslaufen um 13:00 Uhr herrschte auch noch Sonnenschein und es wehte der typische „Brunnwind“. Bei der Anfahrt ins Startgebiet kam dann die Kaltfront durch und bescherte knackig, böigen WNW Wind mit gut 5 Bft. Und es schüttete kräftig bei stark sinkenden Temperaturen.
Bis die total unterbesetzte WL den Kurs ausgelegt hatte, war das Gröbste vorbei. Der zum Start noch ein richtig schöne 3er Wind verflüchtigte sich immer mehr und führte zu einer Bahnabkürzung bei den Radials nach der ersten Runde und nachdem sich das Feld an der Leemarke mit wieder einstzendem Wind zusammen schob. Auf der kurzen Zielkreuz gab es aber keine Möglichkeit mehr aus dem „Schweinerennen“ noch was zu machen. Die Standards gingen über den ganzem Kurs. Zu der überraschenden Kälte kam noch viel Frust ob einer offensichtlich überforderten WL, die auch bei der Startprozedur erhebliche Schwächen offenbarte, die einer EMS Regatta nicht angemessen waren. Nur 2 Personen auf dem Startboot und nur ein weiteres Mobo als Bojenleger und als Startlinienbegrenzung. Klassenflagge für Radial Start, Rettungs- bzw. Sicherungsboote oder Juryboote: glatte Fehlanzeige!
Die Ergebnisliste des 1 Tages wies dann auch etliche Ungereimtheiten aus. Die Platzierungen änderten sich nicht alleine aufgrund nichterfasster Zieldurchgänge, es gab auch überraschende Positionsverbesserungen von Seglern, die wohl sehr vehement reklamiert hatten. Die WL bestätigte, durch eine Mini-Ziellinie, Personalnot und den geballten Zielleinlauf, ein größeres Problem gehabt zu haben. Unter den intensiv genutzten heißen Duschen im Club und beim Segleressen im warmen Clublokal gab es jedenfalls viel zu erzählen und zu diskutieren.
Für den 2.Tag war der 1. Start auf 10:00 Uhr angesetzt. Die Segler waren bereit bei überraschend guten Verhältnissen, es war trocken und ein zwar böiger und schralender , aber gut segelbarer Wind aus NW mit gut 2 Bft. , also besser als vorhergesagt. Die WL hatte aber „Startschwierigkeiten“. Der Start verzögerte sich somit um gut 30 min. Es folgte ein Wettfahrt bei ordentlichen, wenngleich schwierigen, Bedingungen. Es folgte eine 3. WF bei ähnlichen Bedingungen. Die zu langen Pausen führten dazu, dass der Start der 4. WF erst bei deutlich nachlassendem Wind erfolgte. Die vorgesehene, lange Bahn, konnte nicht mehr gesegelt werden. Bahnabkürzung nach 1 Runde bei weiter stark nachlassendem Wind. Einige Radials hatten richtig Probleme im Zeitlimit ins Ziel zu kommen. Nach damit 4 Wettfahrten im Kasten waren, konnte auch „gestrichen werden“ und womit die Rangliste schon ein recht objektives Bild abgab.
Der abends einsetzende Regen, bei gleichzeitig aussetzendem Wind, ließ für den Sonntag nichts Gutes, nämlich den für das Salzburger Land berühmten „Schnürlregen“ ohne Wind erwarten. Dazu sollten die Temperaturen bis auf „gefühlte“ 4° absinken. Es war dann mit 7° auch lausig ungemütlich, aber zu Aller Überraschung gab es Wind mit etwa 2 Bft. Also hieß es Auslaufen. Vorher galt es die Garderobenfrage zu klären. Die Frage war, was es noch an zusätzlichen wärmenden Klamotten gab und was über Nacht einigermaßen trocken geworden war. Die WL hatte dazu gelernt und sich auch personell verstärkt. So konnte tatsächlich um 10:00 Uhr der 5. Lauf gestartet werden. Die Bedingungen waren – bedingt durch die Eigenart des aufgrund der Westlage stark drehenden und böigen NW Windes – äußerst schwierig und erforderten höchste Aufmerksamkeit. Das führte zu tollen Positionskämpfen und machte das Segeln sehr spannend. Die vielen notwendigen Manöver halfen ebenso gut gegen die Kälte. Auch, weil die WL unmittelbar nach dem letzten Zieldurchgang Rennen 6 und 7 startete und es nur sporadisch leicht regnete. So waren gegen 13:00 Uhr alle Rennen gelaufen und es gab überwiegend zufriedene Gesichter. Zumindest waren 7 Wettfahrten zustande gekommen und die Bedingungen boten gute Chancen für Jeden.
Wie es wohl so sein muss, setzte zum Abbauen, Packen und Verladen wieder andauernder Regen ein. Da es keine Proteste gab, konnte um 14:30 Uhr die Preisverteilung stattfinden und zu erträglicher Zeit die für etliche Teilnehmer weite Heimreise angetreten werden.
Für die GER Masters war es ein erfolgreicher Ausflug.
10 Plätze auf dem „Stockerl“
4 Sieger
2 Zweite
4 Dritte
Wolf-Peter Niessen
GER 166200
Alle Ergebnisse:
http://www.uyc-wolfgangsee.at/regatten/2010/erg_laserMasters.htm
http://www.uyc-wolfgangsee.at/regatten/2010/erg_laserMasters_radial.htm
Zuletzt geändert am: 19 May 2011 um 16:57
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