Bericht vom Saisonstart-Training am Gardasee

Schon zum 3. Mal fand dieses Jahr das U28 Training ab Ostermontag statt, diesmal voll besetzt mit teilweise 15 ILCA 6 und ILCA 7, wie letztes Jahr unter der Leitung von Harald Weichert. Und wir hoffen auf Wiederholung im nächsten Jahr J.

Der Bericht wurde von Amélie Ritschel, Lennart Gläser, Till Nießner, Lars Kreilaus und Marlene Brandis geschrieben.

Am Montag war unser erster Trainingstag und in der ersten Einheit sind wir bei Vento nur in unserer ILCA-Gruppe gesegelt und konnten uns in Ruhe einsegeln.

Später nach ca. 2h Training, gab es dann eine kurze Mittagspause und nach dem Essen ging es pünktlich wieder aufs Wasser zur Ora.

In der zweiten Einheit sind wir dann zusammen mit den Europe-Seglern gefahren, wodurch ein deutlich größeres Feld zum Trainieren entstanden ist. Das war viel anspruchsvoller, aber auch gut, um Starts oder das Segeln im Pulk zu trainieren.

Die Bedingungen waren mit schönem Wind und Sonne insgesamt sehr gut, sodass wir beide Einheiten sinnvoll nutzen konnten. Insgesamt ein gelungener erster Trainingstag.

Wenn die windreichen Tage schon etwas länger zurückliegen, merkt man das spätestens am zweiten Segeltag. Am zweiten Tag war die erste Resonanz der Oberschenkel spürbar, doch die Motivation blieb ungebrochen, als der Dienstag im einzigartigen Revier Norditaliens begann. Dieser brachte uns vormittags einen moderaten „Vento” mit Windstärke 2–3.

Die Gruppenkonstellation wurde an diesem Tag angepasst, sodass nun nur noch wenige Europes gemeinsam mit den ILCAs trainierten. Dadurch wurden die Starts, die regelmäßig über die ganze Woche gefahren wurden, vergleichbarer mit dem, was im Ranglisten-Regattageschehen passiert. Der Trainingsfokus lag von nun an intensiver auf dem Bootsspeed und weniger auf dem „Frei-Fahren“ von anderen Booten. In unserer Mittagspause wurden wir mit Hot Dogs bestens versorgt. Gestärkt ging es in die „Ora“ mit kräftigen Böen bis 5 Bft. Hier nahmen wir insbesondere die Trimmmöglichkeiten unter die Lupe, um das Segel bestmöglich auf die gegebene Windsituation einzustellen.

Am Mittwoch war morgens erstmal warten angesagt, da der Vento erstmalig in der Woche ausblieb und die Ora noch auf sich warten ließ. Nach einem frühen Mittagessen auf dem Campingplatz ging es dann bei Zitat Harald „einer guten 5“ aufs Wasser. Draußen war dann doch vielleicht etwas mehr Wind und wir hatten alle gut zu arbeiten. Zwischen Kreuzen und Vorwind war auch immer mal Zeit für ein bisschen Halbwind fahren. Einmal durch die Waschmaschine. Nach knapp 3 Stunden ging es dann wieder an Land und wir ließen den Tag beim gemeinsamen Teamabend ausklingen.

Bei zunächst schwierigen Windbedingungen startete der Donnerstag nach einer langen Vorbesprechung. Anschließend ging es aufs Wasser, wo sich im Laufe der Zeit etwas Wind aufbaute. Am späten Mittag gab es dann Burger und anschließend die zweite Wassereinheit.

Am Freitag, dem letzten unserer Trainingstage, standen noch einmal zwei Einheiten auf dem Programm.

Zu Beginn ließ der Wind jedoch auf sich warten, sodass wir uns gegen 10 Uhr zwar mit den Booten, aber noch nicht umgezogen am Wasser trafen. Die Gelegenheit nutzten wir, um unsere Abschlussrunde vorzuziehen und eine kurze Theorieeinheit einzuschieben. Dabei beschäftigten wir uns insbesondere mit den Fragen: Wie segelt man eigentlich mit dem Kompass? Und woran erkennt man Winddreher ohne Landpeilung?

Gegen 11 Uhr frischte der Südwind dann auf, sodass es nochmal aufs Wasser ging, um die neuen Erkenntnisse aus der Theorie direkt in die Praxis umzusetzen.

Um 14 Uhr legten wir eine kurze Mittagspause ein und stärkten uns mit Pasta, bevor es anschließend noch einmal für eine Stunde aufs Wasser ging. Dort konnten wir die am Vormittag und im Laufe der Woche gesammelten Erfahrungen in gemeinsamen Abschlussrennen mit Haralds Europe-Gruppe unter Beweis stellen.

Am Abend fand sich noch eine kleine Gruppe, die zum Abschluss gemeinsam ein Eis essen ging.